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"Panda" soll großen Aufschwung bringen


Published: 04.07.2000

 

Das Gelände nebenan hat "mr. byte" im Asterlager "Businesspark" schon vorsichtshalber erworben. Und wenn alles gut geht, dürfen die Software-Spezialisten bald anbauen. Denn vom Erfolg von "Panda" ist man fest überzeugt. Bekanntlich hat "mr. byte" den spanischen Antivirus-Entwickler "Panda" als Partner gewinnen können. Und schon darauf ist man in Rheinhausen sehr stolz. Schließlich war die Konkurrenz groß und einflussreich.

 

Wenn "Panda" wirklich einschlägt, dürfte "mr. byte" zu den ganz Großen in der Stadt gehören. Hundert Millionen Mark wollen sie in fünf Jahren mit dem Virenkiller umsetzen - und entsprechend Arbeitsplätze schaffen. Fieberhaft wird derzeit ein Vertriebsnetz aufgebaut, Jens Scharnhorst ist hier der Kopf.

 

Repräsentanzen sind in München, Berlin und Hamburg vorgesehen. Vor allem kompetente Händler sollen das Virus-System weiterverkaufen. Zielgruppe sind neben dem Endverbraucher (Panda gibt's schon bei "Saturn") vor allem Unternehmen. "Spätestens seit dem I-love-you-Virus sind viele für das Problem sensibilisiert", sagt Klaus Riegel, einer der drei Geschäftsführer von "mr. byte". Ein Duisburger Unternehmen hat bereits die Dienste in Anspruch genommen. "Die waren sehr verblüfft, was sich alles an Viren auf deren Festplatten tummelte", so Riegel. Banken, Versicherungen, aber auch ein Sicherheitsdienst, hat bereits Interesse an "Panda" bekundet. Übrigens nutzt auch der französische Staatsschutz das Programm als Virenbekämpfer.

 

Weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit von Daten. "Personelle Daten oder andere Betriebsinterna, die nur einem gewissen Kreis zugänglich sein dürfen, sichern wir ab", so Klaus Riegel. Es sei heutzutage für Hacker kein Problem, in Firmen oder Behörden elektronisch "einzubrechen" und Daten zu rauben. Der Schaden ist dann enorm. Keine Firma komme daher an diesem Thema mehr vorbei. Bislang beschäftigt "mr. byte" im Businesspark rund vierzig Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei etwa 50 Millionen Mark.

Quelle:
NRZ: LOKALAUSGABE / RHEINHAUSEN