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Zu viele Schiffer scheuen Surfen im Computernetz


Published: 22.05.2000

 

Empfindliche Radargeräte, leistungsstarke Funkanlagen, setzen Binnenschiffer bei ihren Fahrten über Rhein und Main täglich ein. Doch nur wenige Partikuliere haben in ihren Kombüsen einen Computer stehen. Und im Internet surfen nur die wenigsten Kapitäne. Es geht auch anders. Das meint jedenfalls das Rheinhauser Unternehmen mr. byte und lud nun Binnenschiffer zu einem Workshop ein. "Sie sollten die Furcht vor dem Computer verlieren", umschreibt Andreas Engfeld das Ziel.

 

Das Interesse ist vorhanden, stellten die Organisatoren fest: 19 Schiffer legten für den eintägigen Lehrgang bei mr. byte im Businesspark Asterlagen an. Bundesweit werden solche Kurse jetzt angeboten. In diesem Workshop wurden erste Grundlagen vermittelt: Wie kann Windows eingesetzt werden? Welche Möglichkeiten bieten die Textverarbeitung und die Tabellenkalkulation am Computer? Großen Raum nahm zudem das Internet ein. Reichen Handy, Fax- und Funkgeräte nicht mehr aus? Die Binnenschiffer erhalten durch den Computer einen Vorsprung, meint der PC-Experte. Via Internet könnten aktuelle Informationen über Wasserstände schnell abgefragt werden. Der Kontakt zur Reederei, zu den Hafenmeistern und zu den Löschstellen wird einfacher. Lieferscheine und Angebote können durchs Netz verschickt werden. Zudem kann der Computer bei der Buchhaltung, bei Kalkulationen und bis hin zur Steuererklärung helfen.

 

Doch die meisten Kapitäne der Flüsse und Kanäle scheuen sich vor den neuen Medien. Eine EU-Studie belegt es. Und: Die Nachbarn in den Niederlanden sind auf diesem Gebiet wieder ein paar Schiffslängen voraus. Deshalb startet mr. byte gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr-Institut an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg nun die Aufholjagd und bietet bundesweit die Einführungslehrgänge an.

Quelle:
NRZ: LOKALAUSGABE / RHEINHAUSEN